Ja - Infinity Ward meldet sich. Doch wer hier Einsicht oder gute Nachrichten erwartet hat - der wird enttäuscht. Die Kollegen von Gameinformer haben vorhin eine Stellungnahme seitens IWs Vince Zampella und Jason West online gestellt. O-Ton der News: Infinity Ward stellt das allgemeine Spielerlebnis über das Interesse des kreativen Teils der Call of Duty Community - den Mappern und Moddern. Mit dieser Äußerung darf damit wohl Folgendes als Fakt gelten: Es wird wohl weder Map- und Modtools, noch dedicated Server geben, da diese zwingend Notwendig für Custommap/mod-Server sind.
Dass Steam als Vertriebsplattform genutzt wird, darf man den laut Infinity Ward mit etwa 60 Prozent bezifferten illegalen Kopien von Modern Warfare 1 danken. Steam soll hier jedoch lediglich als Kopierschutzmaßnahme dienen, während IWnet als Plattform des Games dient - ähnlich dem des bisher verwendeten Masterserver-Systems, nur mit mehr Funktionen. Das "herumgejammere" und der Vorwurf der User, dass IW Steam nutzen will um mit Ingamewerbung, dedizierte Server oder Downloadcontent Geld zu verdienen, verwundere West. "Da kann man kein Geld mit verdienen", so West. Infinity Ward setzt sich mit dem neuen System das Ziel, das Spielprinzip der PC-Version dem der Xbox-Version anzugleichen, die hier von Vornherein schon mit dem Matchmaking-System spielen müssen. Spekulativ ist es wohl, ob es auch das Ziel ist PC vs. Xbox-Matches möglich zu machen, doch es liegt Nahe, da dies schon seit Call of Duty 2 Gesprächststoff ist.
Clans können weiterhin mit privaten Matches zusammen mit ihren Membern trainieren - allerdings ohne die Möglichkeit das Spiel so zu modifizieren wie bisher mit den Mods wie Promod und Co. möglich war. Casual Gamer (also Gelegenheits- und Publicspieler) werden jedoch deutlich profitieren, denn die Skill-Level der zusammen spielenden Gamer sollen sich nicht mehr so krass unterscheiden wird wie bisher und damit für wesentlich mehr Spielspaß sorgen. Außerdem wird es so auch keine inselartig verstreute Communities und damit einhergehend massenweise leere Server mehr geben, das ganze System soll die Spieler zentralisieren.
Und zu der Frage, warum es nicht dedicated Server UND IWnet parallel geben wird, äußerte sich Infinity Ward wie folgt: "Es soll keine Spaltung der Community geben." Das macht wiederum Sinn, es stellt sich jedoch die Frage, warum dann das bestehende System geändert wird, welches sich seit vielen Jahren (trotz aller damit einhergehender Probleme wie Servererstellung und Punkbustersetup) etabliert hat. Aber auch darauf gibt es eine Antwort: Das geplante Tournament-System ist nicht mit dem bisherigen System kompatibel.
Des weiteren betonen Zampella und West während des Interviews immer wieder, dass die PC-Community mehr gewinnt als verliert. Wir jedoch sind absolut der Meinung, dass die Community einen extrem wichtigen Part verliert - Die Mapping- und Moddingcommunity.
Update 21:20 Uhr Robert "fourzerotwo" Bowling hat in seinem Blog ebenfalls eine Stellungnahme zum Missmut der Community gepostet, in der er etwas neutraler ins Detail geht. Der Tenor hier zusammenfassend dennoch ähnlich dem bei Gameinformer stehenden Details. Neu hingegen ist, dass IWNET Call of Duty: Modern Warfare 2 nun sicherer gegenüber Cheatern und Hackern machen soll. Es soll des Weiteren ein "smootheres Gameplay" ermöglichen.
Interessant ist jedoch die Aussage, dass IW viel Zeit und Geld in die PC-Version gesteckt hat, um uns das beste und featurereichste PC-Game der Call of Duty Serie zu bieten. Sie gehen dabei davon aus, dass das bishere Serverlisten-System zu ineffektiv bei der Spielsuche ist, da die Spieler ihre Server mehrheitlich nach dem Ping und unmodifizierten Games aussuchen.
Das mag beim ein, oder anderen Zocker ganz sicher stimmen - doch was ist mit denen, die Custommaps und Mods zocken wollen? Diese Sparte ist angesichts der hunderten Maps und Mods nicht zu unterschätzen und wäre sicherlich deutlich größer, würde nicht jedes Jahr ein neues Call of Duty den Mappern und Moddern das Leben schwer machen. |